Working Capital Benchmark Studie 2019: Welches Potenzial steckt in Ihrem Unternehmen?

Philip Wolfsteiner | | September 10, 2019

 

Seit zehn Jahren boomt die heimische Wirtschaft. Glaubt man Ökonomen, befindet sich Deutschland auf dem Weg Richtung Rezession. Und stottert der deutsche Wirtschaftsmotor, wird man auch hierzulande nervös.

Unternehmen mit hohem Working Capital Bestand laufen in konjunkturellen Schwächephasen Gefahr in Liquiditätsengpässe zu geraten. Andererseits ergeben sich für Unternehmen, die rasch und agil auf wechselnde Verhältnisse reagieren können, klare Wettbewerbsvorteile.

Eine wesentliche Voraussetzung für Agilität sind finanzielle Freiräume, sei es um schnell auf Marktchancen reagieren zu können oder um eine Durststrecke mit ausreichend Liquidität durchzustehen. Einen wichtigen Baustein für finanzielle Agilität wollen wir mit unserer Working Capital Benchmark Studie intensiv beleuchten: jene Möglichkeiten und Stellhebel zur Liquiditätsfreisetzung, die Sie im Unternehmen selbst in der Hand haben. Sehr oft sind nämlich unserer Erfahrung nach Working Capital Bestände unnötig hoch und Kapital unproduktiv gebunden. Mehr dazu lesen Sie auch in diesem Blog-Beitrag.

Eine erste Indikation, wo in Ihrem Unternehmen Liquiditätspotenziale liegen, liefert Ihnen unsere Working Capital Benchmark Studie sowie das von uns entwickelte WCM Self-Assessment Tool. Beide beruhen auf der Analyse der Geschäftsberichte und Jahresabschlüsse von über 140 Unternehmen in der DACH-Region. In 9 Branchen-Clustern innerhalb der produzierenden Industrie stellen wir Ihnen Benchmarks für die wesentlichen WCM-Kennzahlen (C2C-Cycle, DSO, DPO, DIO) zur Verfügung.

 

Was erwartet Sie in der Studie?


Große Unterschiede zwischen den Branchen: Im Branchenvergleich können große Differenzen in der C2C Time ausgemacht werden: Während der Median in Pharmabranche bei 106 Tagen liegt, beträgt dieser bei Automobil-Zulieferern nur 60 Tage.

Grafik Blog 2019

Abbildung 1: Auszug aus der Studie - C2C-Cycle nach Branchen

Generelle Reduktion der C2C Time: In 6 von 9 Branchen konnte von 2017 auf 2018 eine Reduktion der C2C Time beobachtet werden. Besonders eklatant war diese Entwicklung in der Textilbranche (-9,9%).

DSO wieder auf  dem Niveau von 2016: Nachdem 2017 teils massive Anstiege der DSO festgestellt wurden (GCI WCM Studie 2018), näherte sich der DSO-Wert in 2018 wieder dem Niveau von 2016 an (z.B. -8,2% in Pharma-Branche). Auch die DPO-Werte stiegen in 6 von 9 Branchen und liefern somit ebenfalls einen Beitrag zur verbesserten C2C-Time.

Je höher der Umsatz, desto geringer die C2C Time: Unternehmen mit höheren Umsätzen wiesen eine signifikant bessere C2C Performance auf (-18 Tage). In konsolidierter Betrachtung zeigten 7 von 9 Branchen diese Entwicklung.

 

Conclusio

Die Analyse zeigt, dass das Potenzial bei der Innenfinanzierung durch WCM noch lange nicht ausgeschöpft ist. In unserer Studie lässt sich aufgrund der negativen Entwicklung speziell im Bestandsmanagement Handlungsbedarf erkennen.

Die GCI Working Capital Benchmark Studie liefert Ihnen einen Überblick über allgemeine Trends und die Performance einzelner Branchen-Cluster. Um ganz konkret die Potenziale in Ihrem Unternehmen zu erkennen, empfehlen wir darüber hinaus unser WCM Self-Assessment Tool, das einen schnellen Benchmark-Vergleich mit Ihrer Peer Group erlaubt.

Wenn Sie bereits Handlungsbedarf erkannt haben und Tipps für die Optimierung Ihres Working Capital Management suchen, bieten wir Ihnen den kostenlosen Guide “Working Capital Excellence”

 

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Über den Autor

Philip Wolfsteiner

Manager bei GCI Management

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