Working Capital Benchmark Studie: Welches Potenzial steckt in Ihrem Unternehmen?

Philip Wolfsteiner | Februar 12, 2019

 

Gerade ziehen nach einer langen Schönwetter-Periode dunkle Wolken am Konjunkturhimmel auf. Noch kann niemand sagen, ob sie schnell weiterziehen, sich zu einem kurzen Gewitter zusammenbrauen oder eine Phase anhaltenden Dauerregens einläuten. Doch ganz egal, wie sich die konjunkturelle Wetterlage entwickeln wird, eines steht fest: Unternehmen, die rasch und agil auf wechselnde Verhältnisse reagieren können, sind klar im Vorteil.

Eine wesentliche Voraussetzung für Agilität sind finanzielle Freiräume, sei es um schnell auf Marktchancen reagieren zu können oder um eine Durststrecke mit ausreichend Liquidität durchzustehen. Einen wichtigen Baustein für finanzielle Agilität wollen wir mit unserer Working Capital Benchmark Studie intensiv beleuchten: jene Möglichkeiten und Stellhebel zur Liquiditätsfreisetzung, die Sie im Unternehmen selbst in der Hand haben. Sehr oft sind nämlich unserer Erfahrung nach Working Capital Bestände unnötig hoch und Kapital unproduktiv gebunden. Mehr dazu lesen Sie auch in diesem Blog-Beitrag.

Eine erste Indikation, wo in Ihrem Unternehmen Liquiditätspotenziale liegen, liefert Ihnen unsere Working Capital Benchmark Studie sowie das von uns entwickelte WCM Self-Assessment Tool. Beide beruhen auf der Analyse der Geschäftsberichte und Jahresabschlüsse von über 150 Unternehmen in der DACH-Region. In 9 Branchen-Clustern innerhalb der produzierenden Industrie stellen wir Ihnen Benchmarks für die wesentlichen WCM-Kennzahlen (C2C-Cycle, DSO, DPO, DIO) zur Verfügung.

 

Was erwartet Sie in der Studie?


Große Unterschiede zwischen den Branchen: Im Branchenvergleich können große Differenzen in der C2C Time ausgemacht werden: Während der Median in Maschinenbau / Ausrüstung bei 99 Tagen liegt, beträgt dieser bei Automobil-Zulieferern nur 60 Tage.

Grafik Blog

Abbildung 1: Auszug aus der Studie - C2C-Cycle nach Branchen

 

Genereller Anstieg der C2C Time: In 7 von 9 untersuchten Branchen konnte gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg der C2C Time beobachtet werden. Besonders eklatant war diese Entwicklung bei den Metallverarbeitern (+14,6%).

DSO als primärer Treiber: Als primärer Treiber für die gestiegene C2C Time konnte DSO identifiziert werden. In 7 von 9 Branchen zeigten sich teils massive Anstiege (z.B.: +22,4% bei den Automobil-Zulieferern).

Je höher der Umsatz, desto geringer die C2C Time: Unternehmen mit höheren Umsätzen wiesen eine signifikant bessere C2C Performance auf (-12 Tage). In konsolidierter Betrachtung zeigten 6 von 9 Branchen diese Entwicklung.

 

Conclusio

Der generelle Anstieg der C2C Time zeigt, dass das Potenzial bei der Innenfinanzierung durch WCM noch lange nicht ausgeschöpft ist. In unserer Studie lässt sich aufgrund der negativen Entwicklung speziell im Forderungsmanagement Handlungsbedarf erkennen.

Die GCI Working Capital Benchmark Studie liefert Ihnen einen Überblick über allgemeine Trends und die Performance einzelner Branchen-Cluster. Um ganz konkret die Potenziale in Ihrem Unternehmen zu erkennen, empfehlen wir darüber hinaus unser WCM Self-Assessment Tool, das einen schnellen Benchmark-Vergleich mit Ihrer Peer Group erlaubt.

Wenn Sie bereits Handlungsbedarf erkannt haben und Tipps für die Optimierung Ihres Working Capital Management suchen, bieten wir Ihnen den kostenlosen Guide “Working Capital Excellence”

 

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Über den Autor

Philip Wolfsteiner

Manager bei GCI Management

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